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Vor nunmehr circa 30 Jahren,Bist Du zum Solnhofer Bruch rauf g`fahren,und hattest dort den festen Will`n,“Ich lern etz des Akkordeonspiel`n” Doch hast Du damals nicht erwägt, wie dies Instrument dein Leben prägt. So hast Du zum musizier`n ang`fangen,bist beim Herrn Schauer in Unterricht gangen,hast fleißig g`übt bis in die Nacht,und gar net so viel Fehler g`macht Ma darf`s scho sagen, des Fräulein Müller,war eine seiner Musterschüler. Mit`n Spielernachwuchs hat`s damals no klappt,mir hom glei drei Orchester g`habt. Doch mit der Zeit denkt sich der Herr Schauer,“des wird ma z`viel so auf die Dauer”,und fragt die Christine, “möchst net amal probier`n,Des Kinderorchester zu dirigier`n. “Allmächt na, Herr Schauer, des kann ich net”,“des probierst” sagt er drauf, “mir wern scho sehn was drauß werd.”So ließ sie sich schließlich dazu überreden,doch einmal vor`s Dirigentenpult zu treten. bei den ersten Proben, die sie hat g`führt,hat man schon g`merkt daß des guat funktioniert,und hat wenig später, zum ersten mal in ihr`m Lebenbei einem Konzert den Takt vorgegeben. Das “Kinderliederwalzerpotpourri” und “Spielt auf ihr Musikanten”,sind damals auf dem Programmzettel g`standen.Mit dieser erfolgreichen Konzertpremierebegann Christines Dirigentenkarriere. Die anfänglichen Zweifel, die war`n überwunden,Sie hat recht großen G`falln dran g`funden,und is mit g`rad su 18 Jahr`nauf ihre ersten Lehrgäng g`fahrn. Neben Hammelburg besuchte Sie,auch in Trossingen die Bundesakademie Da drunten bei den Schwaben,muß es ihr gut gefallen haben,denn die Christine war in den folgenden Jahren,bei zahlreichen weiteren Seminaren. Erfolgreich war`s, des kann ma erkenna,an die Haufen Urkunden die bei ihr an der Wänd rumhänga.1981 ist es dann so gekommen,sie hat die Orchesterleitung vom Herrn Schauer übernommen. Im selben Jahr, können sie sich entsinnen,warn die Fränkischen Akkordeonmeisterschaften do herinnen.Mit dem Jugendorchester 2 hat sie dran teilgenommen,und die Wertung “gut” bekommen. Doch ihr größter Erfolg, des weiß ein jeder,war bei den Bayerischen Meisterschaften, 9 Jahre später. Wir hatten damals große Zweifel,“dou kemmer üben wäi die Deifl,und wenn ma sich dann recht blamier`n,müss mer sich vur die andern nu schinier`n”. Die Christine hat g`laubt daß mir des könna,“Ich will halt amal sehn wo mir stenna”.Die “Märchen - Sinfonietta” hamer einstudiert,und san auf Germering no kutschiert. A wenig nervös und im Mag`n a schlecht`s G`fühl,so traten wir an zum Wertungsspiel.Und wie wir an der Reih san g`wen,hat jeder auch sein Bestes geb`n. Doch keiner hat des registriert,daß der Baßverstärker net funktioniert.Wie`s vorbei war is uns allen,ein großer Stein vom Herzen g`fallen. Die Überraschung kam dann ohne Frag,bei der Siegerehrung am späten Nachmittag.Ang`fangt hams mit die hinteren Plätz,doch die hab`n scho die andern b`setzt. Platz 7, Platz 6, Platz 5, Platz 4,“ja sag amal, wo bleib`n denn mir?Ich glaub, da sin mir net dabei,des muß a andere Grupp`n sei. Ja liebe Leut, ihr denkt`s eich glei,mir sin scho no kumma, sogar auf Platz drei.Der Lotter Dieter is g`sprungen, wie von der Tarantel g`stochen,und is in Freudentränen ausgebrochen. Doch die Christine hat des gar net kapiert,was uns da grod eben erst is passiert.Wie die Jury will den Pokal überreichen,sieht man sie zur Seite weichen. “Etz bleib`ns halt steh, wo wolln`s denn hie,des Solnhofer Akkordeonorchester, des san doch Sie?Ihr habt schön g`spielt jedes Fis, jedes As,was war bloß los mit euerm Bass?” “Des is scho schad, wenn man bedenkt,da habt ihr Punkte hergeschenkt.Doch macht schön weiter so, nur Mut!”,Die Bewertung damals war “Sehr gut”. Ang´reist ohne Ambitionen,und an drum Pokal gewonnen.Oft hat der in dieser Nacht,mit Sekt gefüllt die Runde g´macht. Seither ham mir erlebt viele Sachen,über die wir im Orchester heit no gern lachen.In Erinnerung bleibt uns auf alle Fälle,die G`schicht mit der Ouvertüre “Bagatelle” An Auftritt ham wir g`habt hier herin in der Halle,fleißig geübt und geprobt ham mir alle,damit alles klingt ganz richtig und schön,wenn wir des Stück zum Besten geb`n. Es hat a gut ang`fangt, mir ham g`spielt ganz exakt,bis wir dann war`n so beim 15. Takt.Da hat die, die in der 3. die Führungsstimm spielt,sich auf einmal a bissla verzählt. Hat losg`spielt als wär a gar nix dabei,und setzt scho einige Takte z`bald ei.Ihr könnt`s euch vorstellen daß sie mit dieser Tat,das Orchester ganz schee durch`nander bracht hat. Ein jeder schaut zur Christine hinaus,und denkt sich, “Etz kenn i mi gar nimmer aus.”,Des schöne Stück, des fällt ins Wasser,die Christine dirigiert weiter und wird immer blasser. Ganz verzweifelt flüstert sie dann,den Takt uns zu bei dem wir g`rad san.Des hat net viel g`nutzt denn es ging leider,das Chaos noch einige Takte so weiter. Und kurz bevor wir umg`schmissen ham,war`n mir plötzlich wieder zamm.Ham wieder die richtigen Noten gelesen,und weiter g`spielt als wär gar nix g`wesen. Da hab ich zum ersten mal im Leb`n,die Christine net dirigieren sondern rudern sehen. Des war nun ein Ausschnitt von dem was all`s war,und was mir erlebt ham die letzten 20 Jahr,natürlich kennt ma no viel mehr berichten,aber do tat i ja morg´n Abend no dicht`n. Liebe Christine, die Zeit war recht schee,es kann ruhig die nächsten 20 Jahr so weitergeh.Mir san dann zwar a Rentnerband,aber des macht nix, du hast ja Altenpflegerin g`lernt. |
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